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Geschichte

Vom Hanomag zum 4-Sterne Topclass-Liner

HistorieAnton Schmidt hatte nach der Volksschule 1940 als Kranführer bei der Firma Rasselstein in Neuwied zu arbeiten begonnen. Dort lernte er 1943 im Luftschutzkeller seine spätere Frau Elisabeth kennen. Mit verschiedenen kleinen Nebenjobs verdienten die beiden schließlich genug, um sich 1953 das erste Auto anzuschaffen: ein Hanomag. Bald folgte ein Ford und mit dem Auto taten sich neue Verdienstmöglichkeiten auf.

Erst waren es drei Nachbarn aus Hochscheid, die jeden Tag mit Anton Schmidt nach Neuwied zur Arbeit fuhren. Doch mehr passten in den Pkw einfach nicht hinein. Und so investierte Schmidt 1956 in seinen ersten VW-Bus mit acht Sitzplätzen. Die Genehmigung zum Personenkraftverkehr war schnell eingeholt, der Grundstein für das heutige Unternehmen gelegt.

historieJetzt konnten also schon acht Arbeiter mit „auf den Rasselstein“ fahren. Und als Anton Schmidt schließlich zur Firma Lemmerz wechselte, nahm er auch dorthin die Kollegen mit – natürlich mit einer offiziellen Genehmigung zum Arbeiter-Linienverkehr. Ein Beförderungsauftrag der Firma Lemmerz stellte schließlich ein regelmäßiges Zusatzeinkommen sicher.

Nach und nach kamen weitere Arbeiter-Linien für die Firmen Mannesmann, Agfa, Nordhorn und anderen hinzu. Ein zweiter und schließlich sogar dritter Kleinbus wurden notwendig, gefahren von Freunden, die wohl als erste Angestellte des jungen Omnibusbetriebes gelten können. Anton Schmidt arbeitete noch weiterhin parallel als Kranführer. Sein kleines Unternehmen wurde teils auch von Elisabeth Schmidt betreut, die nach der Geburt des ersten von insgesamt fünf Kindern aufgehört hatte, zu arbeiten.

1961 fiel eine wichtige Entscheidung: das Ehepaar Schmidt machte den Betrieb zum Lebensunterhalt, kaufte den ersten (gebrauchten) 26er-Bus und stelle den ersten Fahrer in Festeinstellung ein. Doch da der große Bus einen besonderen Führerschein erforderte, mussten Chef und Angestellter erst mal die Fahrschulbank drücken, um den „Busschein“ zu erhalten. Gleichzeitig erhielt das „Kraftfahrtunternehmen Schmidt“ auch erstmals die Genehmigung zum Gelegenheitsverkehr.

Schon 1966 konnte das junge Unternehmen über den ersten nagelneuen Bus, ein Kässbohrer S12, verfügen. Weitere sollten folgen.

HistorieDer Einstieg in den Schulverkehr gelang mit der Auflösung der Volksschule. 1963 wurden die ersten Schüler ins neue Schulzentrum nach Neustadt gefahren.

In den 70er und 80er Jahren war die Familie Schmidt gleich auf mehreren Gebieten aktiv. Betrieblich ging es vor allem darum, den Fuhrpark zu erweitern, neue Angestellte kamen hinzu, neue Wirkungskreise wie der Ferienverkehr wurden erschlossen. Angefangen hatte dies mit einer Jugend-Skifreizeit, aus der eine Ferienwoche für Erwachsene wurde, die alljährliche Silvestertour setzt auch heute noch auf ein bewährtes Rezept. Zusätzlich kamen Fahrten für viele Vereine hinzu, die dem Unternehmen bis heute treu geblieben sind.

Schon immer hatten aber auch die Kinder fleißig im Betrieb mitgeholfen, hatten Busse geputzt und später auch Fahrten übernommen. Die Jungs hatten nach ihrer Ausbildung die Schraubenschlüssel in die Hand genommen und natürlich auch allesamt den Busführerschein gemacht – neben ihren eigenen Berufen, die allesamt in der Automobilbranche zu finden sind.

HistorieDoch im Laufe der Jahre war es Tochter Regina, die von Anfang an in den Fahrdienst und die Arbeit im Büro eingebunden war. Im Februar 1970 stieg sie fest ein und als sie 1972 Alfons Oehl aus Over heiratete, machte dieser bald schon selbst den Busführerschein, um im Betrieb der Schwiegereltern mitzuhelfen. Auch Regina hatte bald den Busführerschein in der Tasche, um selbst ans Steuer zu greifen und manche Tour gemeinsam mit ihrem Mann zu fahren.

Dreißig Jahre lang arbeiteten Anton Schmidt und seine Tochter Regina Seite an Seite im Betrieb. Dabei übernahm Regina immer mehr Verwaltungsaufgaben. Sie war es auch, die 1993 den Vorschlag machte, im damals noch entstehenden Gewerbegebiet Siebenmorgen ein Baugrundstück zu kaufen und den Betrieb vom elterlichen Haus in Hochscheid dorthin zu verlegen.

Bushalle mit Wohnung und Bürogebäude 1996 wurde schließlich der Grundstein für eine Bushalle mit Wohnung und Bürogebäude gelegt. Und genau zur Jahrtausendwende übergab Anton Schmidt seine Geschäfte schließlich ganz an Regina und Alfons Oehl und die Busgeschäfte spielen sich nun rund um die neue Halle im Gewerbegebiet ab. Dort steht auch der in 2006 neu erworbene Setra Top-Class-Reisebus S416H ...

Dieser Bus musste allerdings zuhause bleiben, als die Firma im Mai 2006 zur großen Jubiläumsfahrt nach Südafrika startete – mit dem Flugzeug. Vor Ort warteten moderne Reisebusse auf die Gäste, die sich wie gewohnt auf die kompetente und persönliche Reiseleitung des Ehepaars Oehl verlassen konnten. „Das war ein besonderes Highlight für alle, die einmal etwas sehen wollten, das sonst ausserhalb der Reichweite von Busreisen liegt“ betont Regina Oehl.

© Auto Schmidt 2016

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